
Chanukka 2026: Termine, Daten und Bräuche des jüdischen Lichterfests
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Chanukka 2026 beginnt am Freitagabend, 4. Dezember, und dauert acht Tage bis zum 12. Dezember. Alle Termine zum Kerzenzünden, Hintergründe und Traditionen im Überblick.
Wer wissen möchte, wann Chanukka 2026 stattfindet, blickt auf den Dezember: Das achttägige Lichterfest beginnt bei Sonnenuntergang am Freitag, 4. Dezember 2026, und endet am Samstagabend, 12. Dezember 2026. Im jüdischen Kalender entspricht dieser Zeitraum dem Jahr 5787. Der Vorabend fällt auf den 24. Kislew, sodass der Festbeginn unmittelbar mit dem Schabbat-Eingang zusammenfällt. Als arbeitsfreier Feiertag gilt das Fest nach religiösem Recht allerdings nicht.
Das Datum folgt einer festen Regel: Chanukka beginnt jedes Jahr am 25. Kislew. Dieser Tag erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels und des Altars durch die Hasmonäer nach dem Sieg über die Truppen des Seleukidenreichs. Das hebräische Wort Chanukka bedeutet wörtlich Einweihung.
Die Feierlichkeiten erstrecken sich über acht Tage vom 25. Kislew bis zum 2. oder 3. Tewet. Das genaue Enddatum hängt von der Länge des Monats Kislew ab. Zählt dieser Monat 29 Tage, endet das Fest am 3. Tewet; umfasst Kislew 30 Tage, endet es am 2. Tewet.
Wann ist Chanukka 2026? Die Termine im Überblick
Für Chanukka 2026 ergeben sich die Daten direkt aus dem jüdischen Wochen- und Monatslauf. Erew Chanukka und das Zünden des ersten Lichts fallen auf Freitag, 4. Dezember 2026 (24. Kislew). Da an diesem Abend auch der Schabbat beginnt, werden die Festlichter vor den Schabbatkerzen entzündet.
Der erste volle Festtag ist Schabbat, 5. Dezember 2026 (25. Kislew). Erst nach Ende des Schabbats, sobald die Dunkelheit einbricht, wird das zweite Licht entzündet. An jedem weiteren Abend kommt eine Kerze hinzu: Am Sonntagabend brennen drei Lichter, am Montag vier, bis der Leuchter voll bestückt ist.
Der achte und letzte Tag von Chanukka 2026 fällt auf Samstag, 12. Dezember 2026 (2. Tewet 5787). Am Vorabend, dem Freitag, 11. Dezember, fallen Schabbatbeginn und Rosch Chodesch Tewet zusammen. Vor Sonnenuntergang werden daher alle acht Lichter plus Diener angezündet. Mit dem Erscheinen der ersten Sterne am Samstagabend endet das Lichterfest.
Warum sich das Datum im weltlichen Kalender verschiebt
Dass Chanukka im gregorianischen Kalender jedes Jahr an anderen Tagen liegt, erklärt sich aus den zwei unterschiedlichen Kalendersystemen. Im jüdischen Mond-Sonnen-Kalender bleibt der Festbeginn unverrückbar: Er startet stets am 25. Kislew, dem neunten Monat der religiösen Zählung.
Ein jüdisches Mondjahr zählt zwölf Monate mit jeweils 29 oder 30 Tagen, was insgesamt 354 Tage ergibt. Gegenüber dem gregorianischen Sonnenjahr mit 365 Tagen entsteht eine Differenz von rund elf Tagen. Dadurch wandern die jüdischen Festtage in einem normalen Jahr im bürgerlichen Kalender etwa anderthalb Wochen nach vorn.
Ein Schaltzyklus gleicht diesen Unterschied aus: In sieben von 19 Jahren wird ein zusätzlicher Monat Adar eingefügt. So bleibt Pessach im Frühling und Sukkot im Herbst. Durch diesen Rhythmus fällt Chanukka im westlichen Kalender zwischen Ende November und Ende Dezember. Zudem ist es das einzige jüdische Fest, das in einem Monat beginnt und im darauffolgenden endet.
Makkabäeraufstand und Ölwunder: Der Ursprung der acht Tage
Die historischen Wurzeln von Chanukka 2026 reichen in das zweite vorchristliche Jahrhundert zurück. Im Jahr 167 v. Chr. begannen die Hasmonäer unter Führung von Mattitjahu und seinen Söhnen, angeführt von Jehuda ha-Makkabi, einen bewaffneten Aufstand gegen die seleukidische Herrschaft in Judäa. Auslöser waren die Religionsedikte von Antiochus IV., der Beschneidung, Schabbat-Ruhe und andere Toravorschriften unter Todesstrafe verboten hatte.
Nach jahrelangen Kämpfen befreiten die Aufständischen 164 v. Chr. Jerusalem und den Tempel, in dem der Opferdienst drei Jahre lang geruht hatte. Die Sieger reinigten das Heiligtum und errichteten einen neuen Altar.
Der Talmud berichtet, dass die Priester im Tempel nach reinem Olivenöl für die Menora suchten, aber nur ein einziges Krüglein mit dem unversehrten Siegel des Hohenpriesters fanden. Dessen Inhalt reichte für einen einzigen Tag. Durch ein Wunder brannte dieses Öl jedoch acht Tage lang, bis neues rituell reines Öl hergestellt werden konnte.

Das zweite Buch der Makkabäer überliefert eine ergänzende Erklärung: Die acht Tage wurden als Nachholfeier für das Laubhüttenfest (Sukkot) begangen, das die Kämpfer während des Krieges in den Bergen und Höhlen nicht hatten feiern können. Der Name Chanukka wird traditionell auch als Wortspiel gedeutet: „Chanu b'Chaf-He“ — sie ruhten am 25. Tag von ihren Feinden aus.
Die Chanukkia zünden: Reihenfolge und Gebete
Das zentrale Gebot gilt dem neunarmigen Leuchter, der Chanukkia. Acht Lichter stehen für die acht Festtage; das neunte Licht, Schamasch (Diener) genannt, dient zum Anzünden der übrigen Kerzen und zählt nicht zur eigentlichen Reihe. Traditionell steht der Leuchter am Fenster oder nahe der Eingangstür, um das Wunder öffentlich zu bezeugen (Pirsumei Nisa).
Die Zündreihenfolge folgt der Lehre des Hauses Hillel: Man beginnt am ersten Abend mit einer Kerze und fügt an jedem Abend ein weiteres Licht hinzu, bis am achten Abend alle acht brennen. Das Anwachsen der Lichterzahl soll verdeutlichen, dass die Heiligkeit und die Freude zunehmen.
Beim Entzünden sprechen Gläubige feste Segenssprüche. Im täglichen Morgengebet wird während der Festtage das vollständige Hallel gebetet. Zudem wird der Einschub „Al HaNissim“ sowohl im Achtzehnbittengebet als auch im Tischgebet nach den Mahlzeiten eingefügt, um für die Rettung in den Tagen Mattitjahus zu danken.
Latkes, Krapfen und Dreidel: Typische Bräuche
Zu Chanukka 2026 gehören kulinarische Traditionen, die direkt auf das Ölwunder verweisen. Beliebt sind in Öl ausgebackene Speisen, vor allem Kartoffelpuffer (Latkes) in der aschkenasischen Küche sowie Krapfen (Sufganiyot). Manche Familien pflegen zudem den Brauch, Milchspeisen zu servieren.

Abends kommen Familien zusammen, um mit dem Dreidel zu spielen, einem vierseitigen Kreisel. Auf seinen Seiten stehen die hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, He und Schin für den Satz „Nes Gadol Haja Scham“ (Ein großes Wunder geschah dort). In Israel steht anstelle des Schin der Buchstabe Pe für „Po“ (hier). Kinder erhalten Chanukkageld (Gelt), oft in Form von Schokoladenmünzen, und gemeinsam werden traditionelle Lieder wie „Maoz Tzur“ gesungen.
Gilt Chanukka als gesetzlicher Feiertag mit Arbeitsruhe?
Wer die Feiertage plant, fragt sich oft nach den Arbeitsregelungen. Chanukka ist ein rabbinisches Fest (mi-d'rabbanan), das wie Purim erst in der Epoche des Zweiten Tempels entstand. Es gehört nicht zu den biblischen Feiertagen aus der Tora.
Aus diesem Grund gelten die strengen Arbeitsverbote der hohen Festtage wie Jom Kippur, Rosch Haschana, Pessach oder Schawuot hier nicht. Geschäfte, Behörden und Betriebe bleiben geöffnet. Die Festrolle Megillat Taanit legt jedoch fest, dass während der acht Chanukkatage weder gefastet noch Trauerreden gehalten werden dürfen.
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Quellen
Die Bilder in diesem Artikel wurden mit KI erstellt.


